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B.F.A. Graduation Work
"Mensch und Natur - Die Entfremdung des Menschen von seiner Natürlichkeit"

Paradox erscheint das Verhältnis des Menschen zur Natur. Er wird als Naturwesen geboren und bildet sich selbst zu einem kulturellen Wesen aus. Ist der Mensch ein Teil der Natur? Wo stehen die Dinge, die der Mensch erschafft? 

Ausgehend von diesen Thesen habe ich mich in meiner theoretischen Ausarbeitung mit dem Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt, der Natur, sowie dem Verhältnis zu sich selbst, seinem Körper, beschäftigt. Als denkendes Wesen strebt der Mensch nach geistiger Entwicklung. In einem fortschreitenden Prozess der Abkoppelung, die sich aus der Entwicklung des kulturellen Raums und der Idee der Unterwerfung der Natur ergibt, verliert der Mensch den Bezug zu seinem natürlichen Ursprung und damit zu seiner eigenen leiblichen Natur.

 

Dennoch ist er der Faszination der Naturästhetik verhaftet. Bewusst oder unbewusst führt der Mensch die Natur mit in seine Kultur ein, wobei diese ihre eigene Ästhetik wiederum auf die umliegende natürliche Umgebung zurückwirft. Die Grenzen dieses Prozesses bleiben unklar. Durch die Fähigkeit zur Gestaltung, wird der Mensch selbst zum Schöpfer seiner Umwelt.

Diese Fähigkeit der Umwandlung von Natur und die Fragilität des Mensch-Natur-Verhältnis kommt in meinen Arbeiten zum Ausdruck. Der Stein wird zu einem flexiblen Material, das eine Momentaufnahme vor seiner Erstarrung zu zeigen scheint. Es wird zu etwas, was seinen wahren Charakter nahezu verleugnet.

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