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Artist Statement [de] Meine künstlerische Praxis bewegt sich an der Schnittstelle von körperbezogenem Objekt, Installation, Fotografie und Zeichnung. Ich arbeite mit Materialien wie Stein, Pigment, Pflanzenfasern, Textil und Metall. Ausgangspunkt meiner Arbeit ist die Auseinandersetzung mit dem Material. Ich begreife Material als Träger von Bedeutung und Erfahrung mit eigener Zeitlichkeit. In einem dialoghaften Prozess der Auseinandersetzung reflektiere ich innere Zustände, affektive Spannungen und körperliche Wahrnehmung. Form verstehe ich als Ausdruck eines prozesshaften Aushandelns zwischen innerem Erleben und äußerer Materialität. Sinnliche Erfahrungen sind von wesentlicher Bedeutung für das Verständnis der Welt. Es besteht eine ständige Wechselwirkung zwischen Körper, Geist und Raum. Meine Arbeiten werden zu Zeugnissen eines Dialogs zwischen Vergangenheit, Gegenwart und dem eigenen Selbst. Brüche, Fragmente und fließende Übergänge verweisen auf ein größeres Ganzes. Sie werfen Fragen nach Identität, Erinnerung und Vergänglichkeit auf und verweisen auf die Widersprüche unserer Zeit.

Fragmente [de] Fragmente sind Teile von etwas größerem – ein Ausschnitt, ein Überbleibsel. Sie erzählen vom Vergehen der Zeit und von Ereignissen. Jedes Stück erzählt seine eigene Geschichte im Dialog mit seiner Materialität. Anmutend wie Bruchstücke aus der Vergangenheit, wie "Objet trouvé", referieren sie zu Themen unserer Zeit. Objekte, aus Materie geschaffen und aufgeladen mit der immateriellen der Bedeutung, die wir ihnen geben

M.F.A. Graduation Work [eng] soul, body and the object The soul is defined as our inner self, the sensible aspect, as well as the reflective centre of man and is positioned between inanimate matter and the immaterial world. The body is the empirical medium through which we perceive and influence the external world. It is the link in-between. Through the body, it becomes possible to experience and at the same time to create the world. Under our hands and eyes, the world becomes existent by giving it form and meaning. Objects, created by human hands, represent our medium of expression, which arises from our mental imagination, influenced by our sensual experiences. Expressing ourselves in objects combines different aspects of our identity as human beings. Objects are a medium of communication and also serve to maintain social structures. They occupy an intermediate position in that they are created from matter but charged with the immateriality of the meaning we give them. Through objects we express our subjectivity, our attachment to the material world and our participation in it, as well as our desire to connect with it.

B.F.A. Graduation Work [de] Mensch und Natur Die Entfremdung des Menschen von seiner Natürlichkeit Paradox erscheint das Verhältnis des Menschen zur Natur. Er wird als Naturwesen geboren und bildet sich selbst zu einem kulturellen Wesen aus. Ist der Mensch ein Teil der Natur? Wo stehen die Dinge, die der Mensch erschafft? Ausgehend von diesen Thesen habe ich mich in meiner theoretischen Ausarbeitung mit dem Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt, der Natur, sowie dem Verhältnis zu sich selbst, seinem Körper, beschäftigt. Als denkendes Wesen strebt der Mensch nach geistiger Entwicklung. In einem fortschreitenden Prozess der Abkoppelung, die sich aus der Entwicklung des kulturellen Raums und der Idee der Unterwerfung der Natur ergibt, verliert der Mensch den Bezug zu seinem natürlichen Ursprung und damit zu seiner eigenen leiblichen Natur. Dennoch ist er der Faszination der Naturästhetik verhaftet. Bewusst oder unbewusst führt der Mensch die Natur mit in seine Kultur ein, wobei diese ihre eigene Ästhetik wiederum auf die umliegende natürliche Umgebung zurückwirft. Die Grenzen dieses Prozesses bleiben unklar. Durch die Fähigkeit zur Gestaltung, wird der Mensch selbst zum Schöpfer seiner Umwelt. Diese Fähigkeit der Umwandlung von Natur und die Fragilität des Mensch-Natur-Verhältnis kommt in meinen Arbeiten zum Ausdruck. Der Stein wird zu einem flexiblen Material, das eine Momentaufnahme vor seiner Erstarrung zu zeigen scheint. Es wird zu etwas, was seinen wahren Charakter nahezu verleugnet.

 © 2025 by Natascha Frechen

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